Vermarktung des Ostrichs

Der Strauß ist zu nahezu 100% verwertbar. Das gesunde und schmackhafte Fleisch, die markant gemusterte Haut, die zu hochklassigem Leder gegerbt wird. Die bis über 70cm langen Schmuckfedern für Kostüme oder den Schmuck- und Floristikbereich sowie natürlich die riesigen Eier, die zubereitet eine ganze Familie ernähren können oder ausgeblasen, graviert und beleuchtet ein warmes Licht in ihr Wohnzimmer bringen.
Weitere, oft irreführend "Schlachtabfälle" genannte, Bestandteile der Tiere, werden z. B. in der Kosmetik oder bei der Haustierernährung verwendet. Grundvoraussetzung ist eine vernetzte Vermarktung, um das Fleisch und auch die Güter, die bei der Schlachtung nur in geringem Umfang anfallen, an Großabnehmer abgeben zu können. Diese bringen das Produkt verbreitet an den Markt und vergrößern dadurch wiederum die Nachfrage.

Welche Produkte vom Strauß sind vermarktungsfähig?

Der Strauß ist nahezu 100-prozentig vermarktungsfähig, sofern man auf eine gut strukturierte Handelsplattform zugreifen kann. Ein Direktvertrieb schränkt die Handlungsfähigkeit des Erzeugers dadurch ein, dass der Verkauf in der Regel nur regional geschieht und sich meist auf das Hauptprodukt des Tieres, nämlich Fleisch, bezieht.
Je nach Marktdurchdringung können dadurch im Verhältnis zum Schlachttierverkauf überdurchschnittliche Preise erzielt werden. Der Schlachttierverkauf verursacht demgegenüber grundsätzlich niedrigere Kosten, die allerdings auch einem geringeren Erlös bei den Abnehmern gegenüberstehen. Beim Schlachttierverkauf können Nebenprodukte aber auch leichter vermarktet werden.