OPG Richtlinien
III. Gehegebeschaffenheit:
Strauße sind vor allem im Bereich der Beine verletzungsgefährdet. Sie sind sehr neugierig und bewegen sich - zur Abgrenzung des Reviers - häufig entlang der Einzäunung. Dies muss bei Anlage von Gehegen ebenso berücksichtigt werden wie bei deren Einfriedung.
Wichtig ist auch, dass die Tiere auf ungewohnte, extreme Einflüsse (z.B. tieffliegender Heißluftballon, Militärjet o.ä.) panikartig reagieren können und gegebenenfalls mit hoher Geschwindigkeit fliehen.
Ein weiterer Aspekt ist das mitunter aggressive Revierverhalten balzender Hähne.
1. Der Untergrund muss rutschsicher sein. Dies gilt
besonders bei geneigtem Gelände.
2. Der Boden darf nicht zu Staunässe und großflächiger
Verschlammung neigen. Andernfalls muss mittels Drainagen
oder Aufschüttung (Kies usw.) Abhilfe geschaffen werden.
3. Das Gehege ist verletzungssicher anzulegen, z.B. ohne
scharfe Kanten.
4. Gehegeecken sind abzuschrägen, rechte Winkel sind zu
vermeiden.
5. Natürlicher Sichtschutz wird empfohlen, besonders bei
angrenzenden Zuchtgehegen.
6. Ein Trennweg mit einer Breite von 3 Metern zwischen
benachbarten Zuchtgehegen wird unbedingt empfohlen.
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